Tim und Struppi Wiki
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Die Zigarren des Pharaos Der Blaue Lotos Der Arumbaya-Fetisch

Der Blaue Lotos (Originaltitel: Le lotus bleu) ist der 5. Teil der Tim und Struppi Reihe. Weil Tim im Lande der Sowjets als Band 0 gezählt wird, trägt dieser die Nr. 4. Es erschien ursprünglich vom 9.8.1934 - 17.10.1935, zunächst in schwarzweiß in der Zeitschrift Le Petite Vingtiéme. Später wurde es koloriert und als Album herausgegeben.

Handlung[1]

Tim und Struppi weilen als Gäste des Maharadschas von Gajpajama in Indien, den sie im vorangegangenen Abenteuer (Die Zigarren des Pharaos) gegen Rauschgiftschmuggler unterstützt haben. Nachdem Tim in einem Kurzwellensender eine Nachricht hört, die er aber nicht verstehen kann, trifft ein Besucher aus Shanghai ein. Der Gast wird von einem Giftpfeil getroffen, an dem sich das Gift Radjaidah befindet. Es ist geeignet, das Gehirn eines Menschen so zu verwirren, dass der Getroffene irre wird. Immerhin kann das Attentatsopfer Tim noch erklären, dass er sich in Shanghai mit einem Japaner namens Mitsuhirato treffen soll. Tim reist nach Shanghai und macht sich dort auf die Suche nach Mitsuhirato. Er wird Zeuge eines Unfalls, bei dem ein Chinese mit seiner Rikscha mit einem Weißen kollidiert. Der Weiße, dessen Name W. R. Gibbons ist, will den Chinesen dafür verprügeln, was Tim aber verhindert. Gibbons schwört Rache, der Chinese dankt Tim für sein Eingreifen.

Als er Mitsuhirato gefunden hat, will dieser ihn nach Indien zurückschicken, weil die Chinesen Fremden gegenüber feindlich eingestellt seien. Die Warnung scheint sich zu bestätigen, denn Tim wird beschossen, als er sich von Mitsuhirato trennt. Ein Chinese greift ihn scheinbar körperlich an, bewahrt Tim aber so vor den Kugeln. Der Retter verschwindet, so dass Tim sich nicht einmal bedanken kann.

Der unbekannte Chinese rettet Tim später nochmals, als er eine vergiftete Tasse Tee wegschießt, bevor Tim daraus trinken kann. Er verschwindet erneut, hinterlässt aber eine Nachricht. Tim kann ihn deshalb in der darauffolgenden Nacht treffen kann. Der Chinese wird mit Radjaidah vergiftet und greift in seiner geistigen Verwirrung Tim an. Der kann entkommen und nimmt das nächste Schiff, um China zu verlassen.

Auf See wird Tim gekidnappt und kommt erst in China wieder zu sich. Der verwirrte Retter ist in Begleitung seines Vaters Wang Jen-Chie bei Tim. Wang erklärt dem jungen Belgier, dass Mitsuhirato ein japanischer Agent sei, der Opium nach China schmuggele. Wang und sein Sohn gehören zur Widerstandsgruppe Söhne des Drachen und kämpfen gegen den Opiumschmuggel. Gemeinsam mit Wang kann Tim auch die Botschaft des Kurzwellensenders erkennen und will den Söhnen des Drachen helfen. Wang führt in in der Opiumhöhle Blauer Lotos in die Gruppe ein.

Von dort aus kann Tim Mitsuhirato und einem weiteren Japaner zu einem Eisenbahngleis folgen, das die Japaner sprengen[2]. Während Tim das Tun der Japaner beobachtet, wird er entdeckt und gefangen genommen. Um sein Gedächtnis zu löschen, spritzt Mitsuhirato Tim - wie er meint - Radjaidah und lässt ihn gehen. Tatsächlich ist es jedoch nur Wasser, das die Söhne des Drachen gegen das Nervengift ausgetauscht hatten. Mitsuhirato stellt den Fehler fest und setzt für Tims Ergreifung 5000 Yen Belohnung aus und zeigt ihn als angeblichen chinesischen Agenten bei den Behörden an. Mithilfe eines Chinesen kann Tim aus der Stadt entkommen und zu Wang gelangen.

Auf dem Weg bemerkt ihn Gibbons und setzt das japanische Militär auf Tims Spur. Die Soldaten können Tim aber nicht finden, worauf Gibbons eine Falschinformation vorgeworfen wird und er im Gefängnis landet.

Wangs Sohn kann nur mit einem Gegengift gerettet werden. Um es aufzutreiben, kehrt Tim als japanischer General verkleidet nach Shanghai zurück und kann in die internationale Zone Shanghais vordringen, wo es jemanden geben soll, der das passende Gegengift zu Radjaidah kennt. Fan Se-Jen, der Mann, der das Gegenmittel kennen soll, ist jedoch entführt worden. Die Entführer verlangen 50.000 Dollar Lösegeld, das im Tempel von Hukou deponiert werden soll. Auf dem Weg dorthin wird Tim von der Polizei der internationalen Zone verhaftet. Polizeichef Dawson schuldet dem japanischen Militär einen Gefallen und liefert Tim an die Besatzungstruppen aus. Tim wird wegen Spionage und anderer Verbrechen zum Tode verurteilt.

Wang kann ihn befreien. Sie tricksen die Wachen aus und können die Stadt verlassen, wobei das japanische Militär der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Tim setzt seinen Weg nach Hukou fort und kann unterwegs einen Waisenjungen namens Tschang vor dem Ertrinken retten. Tschang ist zunächst skeptisch, denn seine Großeltern wurden in den Kämpfen des Boxeraufstandes von Europäern umgebracht, weshalb Tschang meint, alle Europäer seien Bösewichte. Tim macht ihm deutlich, dass das nicht wahr ist und erzählt ihm von den Fehlannahmen der Europäer über die Chinesen. Er meint, dass die Völker zu wenig voneinander wissen und es deshalb zu diesen Mythen kommt. Tschang begleitet Tim auf der weiteren Reise nach Hukou.

Mitsuhirato bekommt Wind davon und kann die Polizei in Hukou mittels Bestechung dazu veranlassen, Tim zur Fahndung auszuschreiben. Als Tim und Tschang in Hukou eintreffen, wird er von Schulze und Schultze verhaftet. Tschang kann jedoch das chinesische Empfehlungsschreiben der Detektive kapern und Tim damit retten. Er reist mit Tschang nach Shanghai zurück. Yamato, ein handlanger Mitsuhiratos verübt ein Attentat auf Tim, das der aber überlebt.

Tim und Mitsuhirato beobachten sich in Shanghai gegenseitig. Der Japaner reagiert zuerst, indem er die Söhne des Drachen in seine Gewalt bringt. Tim und Tschang kommen zu spät und finden nur einen Zettel, auf dem Blauer Lotos steht. Tim sucht den Blauen Lotos auf, wo Mitsuhirato und Yamato auf ihn lauern. Tim kann sich in einer Vase verstecken und die Japaner so an der Nase herumführen.

Um seinen chinesischen Freunden helfen zu können, schmuggelt Tim sich in einer Tonne mit Rauschgift ein. Mitsuhirato hat aber die Information, in welcher Tonne Tim steckt und kann ihn gefangen nehmen. Wangs Sohn soll seinen Vater, seine Mutter und Tim enthaupten. Doch Tim hat sich nicht alleine im Opiumfass geschmuggelt. Tschang und andere Widerständler haben es ihm gleichgetan und können die Japaner überwältigen und Tim sowie die Familie Wang retten. Dabei zeigt sich, dass Tims Nemesis Roberto Rastapopoulos seine Finger im Spiel hatte.

Die Japaner ziehen ab, womit die Krise beendet ist. Mitsuhirato begeht wegen seines Misserfolgs Harakiri.

Mithilfe des Wissenschaftlers Fan Se-Jen, der das Gegengift zu Radjaidah kennt, kann die Substanz hergestellt und Wangs Sohn gerettet werden. Tschang wird von Wang und seiner Familie aufgenommen. Tim trinkt mit den Söhnen des Drachen auf deren Wohl.

Handelnde Personen

Hauptcharaktere

Nebencharaktere

Gastcharaktere


Einzelnachweise

  1. Inhaltlich übernommen aus Wikipedia, aber umformuliert.
  2. Die Szene verarbeitet den realen Mukden-Zwischenfall, der Japan als Vorwand diente, in China einzumarschieren, um vorgeblich das chinesische Volk vor chinesischen Banditen zu schützen. Die Bahnlinie war in Wahrheit von japanischen Agenten gesprengt worden.
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