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Das Geheimnis der "Einhorn" Der Schatz Rackhams des Roten Die sieben Kristallkugeln

Der Schatz Rackhams des Roten (Originaltitel: Le trésor de Rackham Le Rouge) ist der 12. Band der Comic-Reihe Tim und Struppi. Weil der Band Tim im Lande der Sowjets als Band 0 gezählt wird, trägt dieser die Nummer 11. Die Geschichte wurde zwischen dem 19. Februar und dem 23. September 1943 erstmals als schwarz-weißer Comic-Strip in der belgischen Zeitung Le Soir veröffentlicht und 1944 erstmals als Album herausgegeben. veröffentlicht.

Handlung Bearbeiten

Kuddel, der Schiffskoch unter Kapitän Archibald Haddock, trifft eines Abends im Goldenen Anker seinen Kumpel Hein, der ihn nach seinen weiteren Plänen fragt. Kuddel erzählt ihm, dass er an Bord der Sirius mit Tim und Kapitän Haddock auf Schatzsuche gehen will. Er bemerkt jedoch, dass sich am Nebentisch jemand Notizen macht und lotst Hein aus der Kneipe, weil im Anker die Wände Ohren haben.

Der Lauscher ist Julius Flitzer, Journalist der Morgenpost, und veröffentlicht am folgenden Morgen einen Bericht in seiner Zeitung, die Haddock kauft, im Weitergehen liest und vor Schreck gegen eine Litfaßsäule rennt, als er diese Notiz findet. Zornentbrannt geht er damit zu Tim.

Dort stellt sich ein gewisser Alfons Rother-Rackham vor, der vorgibt, ein Nachfahre des Piraten zu sein. Tim kann seine Behauptung anhand des Doppelnamens als Schwindel entlarven, doch Rother-Rackham ist nicht der Einzige, der auf diese Idee gekommen ist. Dutzende von angeblichen Nachkommen Rackhams belagern Tims Wohnung, bis Archibald sie mit einer gewaltigen Schimpftirade – er tituliert sie unter anderem als Karnevalspiraten – verscheucht, wobei Schulze und Schultze ziemlich unter die Räder geraten.

Man ist noch dabei, die beiden Detektive von den heruntergedrückten Hüten zu befreien, als es erneut klopft und sich Balduin Bienlein vorstellt. Auch er hat von der geplanten Reise gelesen und will eine unverzichtbare Erfindung anbieten. Die Verständigung mit ihm ist alles andere als einfach, denn Bienlein ist so gut wie taub, hat aber kein Hörgerät.

Weder Tim noch Archibald sind an seiner Hilfe interessiert, doch Bienlein nimmt jedes Wort, das er nicht versteht, als Zustimmung und schleppt Tim, Haddock und die Schul(t)zes zu sich nach Hause, wo er ihnen seine Erfindungen vorstellt, darunter eine Bürstenmaschine, die Haddock gepflegt durch die Mangel dreht, ein Wandbett, in dem er die Detektive versehentlich einsperrt.

Die Erfindung, die er seinen Gästen wider Willen präsentiert, ist ein Ein-Mann-U-Boot in Haigestalt, das sich aber als noch verbesserungswürdig erweist. Tim und Archibald lehnen ab, aber Bienlein versteht dies in seiner Schwerhörigkeit nicht (oder will es nicht verstehen …) und kündigt entsprechende Verbesserungen an.

Auf dem Rückweg kommen sie an einem Trödlerladen vorbei, wo ein vollständiger Taucheranzug angeboten wird. Der Trödler meint zu erkennen, dass sie auf Schatzsuche gehen wollen und warnt eindringlich davor. Der Blick in einen verzerrenden Spiegel erschreckt Haddock so sehr, dass er beim Zurückweichen einen Handspiegel vom Tisch reißt, der in tausend Stücke springt. Der Trödler warnt ihn, dass dies sieben Jahre Unglück bedeute. Immerhin verkauft er ihnen den Taucheranzug für zweihundert Mark (im Original vermutlich Francs).

Am folgenden Tag findet Tim sich an der Sirius ein, aber Haddock will nicht fahren, weil ihn der Aberglaube gepackt hat. Die Detektive erscheinen und erklären, dass Maximus Vogel-Faull aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Archibald nimmt das als Beleg, dass ihn das Unglück schon verfolgt. Als wäre das nicht genug, erreicht Haddock auch ein Brief seines Hausarztes Dr. L. Plootegel, der ihm mitteilt, dass bei ihm ein Leberschaden besteht und Alkohol in jeglicher Form zu meiden ist – Katastrophenmeldung für den Whiskyliebhaber.

Prompt erscheint auch Balduin Bienlein, um an Bord zu kommen. So laut Haddock auch brüllt, dass er nicht willkommen ist, ist er weiterhin der Ansicht, dass sein Apparat benötigt wird. Haddock schreibt ihm schließlich an eine Hauswand, dass kein Interesse besteht. Eine Bemerkung eines der Detektive veranlasst Archibald, seinen Aberglauben zurückzustellen. Am darauffolgenden Tag geht die Sirius in See. Die Schul(t)zes kommen im Motorboot hinterher und teilen mit, dass sie mitkommen, weil sie den Auftrag haben, Tim und Archibald wegen Vogel-Faulls Flucht zu beschützen.

Kuddel kommt aus seiner Kombüse und beschuldigt Struppi, eine ganze Büchse Zwieback gefressen zu haben. Tim verspricht, dass es nicht wieder vorkommen wird, doch schon wenig später behauptet Kuddel, dass der Hund nun ein ganzes Huhn geklaut hat. Weil er aber nicht gesehen hat, dass Struppi mit dem Huhn getürmt ist, glauben Tim und Haddock ihm nicht, während Struppi in einer ruhigen Ecke des Schiffes genüsslich an den Knochen kaut.

Die Detektive geraten in Streit, weil ein Kopfkissen fehlt, Haddock vermisst seine Whiskyflasche. Tim meint, Zwieback und Hühner, das würde er dem Hund zutrauen, aber Whisky nicht. Als Struppi aber stockbesoffen über das Deck torkelt, muss er zugeben, dass er es wohl doch war.

Haddock will sich Ersatz holen und stellt zu seinem blanken Entsetzen fest, dass in allen Kisten, in denen Whisky sein sollte, Blechteile sind. Im Beiboot finden er und Tim den als blinden Passagier mitgekommenen Bienlein, der erklärt, dass in den Whiskykisten die Teile des U-Bootes sind. Haddocks Wutausbruch bekommt er wie immer nicht mit, sondern bedankt sich für die freundliche Aufnahme an Bord.

Die Fahrt geht weiter. Als die Sirius die angegebene Position der Einhorn erreicht, ist aber weit und breit keine Insel zu sehen. Tim hat schließlich die Idee, dass Ritter Frantz von Hadoque sich nach dem zu seiner Zeit üblichen Nullmeridian von Paris gerichtet hat, der zwei Grad weiter östlich liegt als der von Greenwich. Mit der neuen Position können sie die Insel tatsächlich finden. Archibald stolpert bei der Landung über ein Stück Holz, das aus dem Strand ragt. Es erweist sich als der Rest von Frantz‘ Rettungsboot und ist ein Hinweis, dass es die richtige Insel ist. Im Inseldschungel entdecken sie zunächst Skelette, die auf Kannibalen hinweisen – und eine Holzstatue indianischer Prägung, die zweifelsfrei Ritter Frantz von Hadoque darstellt. Papageien, die einen höchst ähnlichen Wortschatz haben wie Archibald Haddock, sind schließlich der letzte Beweis, dass es nicht nur die richtige Insel ist, sondern dass Haddock ein echter Hadoque ist.

Mithilfe des U-Bootes kann Tim das Wrack der Einhorn finden. Er und Haddock können eine Mange Flaschen mit Rum bergen, schließlich auch eine Kassette, die ein angreifender Hai aber erst einmal verschluckt. Der Hai kann mithilfe einer Flasche Rum gefangen und geschlachtet werden, womit die Kassette gesichert ist. Doch sie enthält keinen Schatz, nur einige Pergamentfetzen.

Grabungen auf der Insel bleiben erfolglos. Während Tim noch Artefakte der Einhorn birgt – unter anderem die Galionsfigur – widmet sich Bienlein der Untersuchung der Pergamente und kann sie schließlich zusammensetzen. Weil sie den Schatz nicht gefunden haben, kehren sie schließlich um. Der Funkspruch wird von der Morgenpost aufgefangen und Reporter Julius Flitzer ist zur Stelle, um alles zu erfahren. Haddock reicht den neugierigen Reporter an den Professor weiter, der ihn mit seiner Schwerhörigkeit in den Wahnsinn treibt, worauf Flitzer aufgibt.

Am folgenden Tag ist Bienlein wieder bei Tim und übergibt ihm das rekonstruierte Pergament. Daraus geht hervor, dass Schloss Mühlenhof ein Geschenk Ludwigs XIV. an Ritter Frantz von Hadoque war. Das Schloss steht zum Verkauf, Bienlein rät zum Kauf, aber Haddock hat kein Geld. Bienlein erklärt, er habe welches, weil die Regierung das Patent für das U-Boot gekauft habe, das er während der Reise testen konnte.

Tim und Archibald besichtigen das Schloss; Tim zeigt dem Kapitän auch den Keller, in dem die Brüder Vogel-Faull ihre Antiquitäten lagerten. Dort finden sie unter dem Standbild Johannes des Evangelisten, der auch mit einem Adler abgebildet wird, einen Globus, auf dem sich die Insel befindet, vor der die Einhorn sank. Sie erweist sich als Knopf, der den Globus öffnet. Darin ist der von Hadoque geborgene Teil des Schatzes, der mit dem Erwerb des Schlosses auch Archibald Haddock gehört.

Haddock kann sich den Traum erfüllen, auf Schloss Mühlenhof einzuziehen und einen Saal als Marinesaal einzurichten.   

Handelnde Personen Bearbeiten

Hauptcharaktere Bearbeiten

Nebencharaktere Bearbeiten

Gastcharaktere Bearbeiten

Erwähnte Charaktere Bearbeiten

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