Tim und Struppi Wiki
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Tim im Lande der Sowjets Tim im Kongo Tim in Amerika

Tim im Kongo (Tintin au Congo) ist der 2. Band der Tim und Struppi -Reihe. Er erschien vom 5.6.1930 - 11.6.1931 zunächst in schwarzweiß in der Zeitschrift Le Petite Vingtiéme. 1946 wurde er koloriert und als Album herausgegeben.

International kam der Band in der kolorierten Version erst zwischen 1976 (Deutschland) und 2005 (USA, GB) in den Handel.

Handlung[1]

Tim unternimmt mit Struppi eine Urlaubsreise nach Belgisch-Kongo[2]. Schon die Reise dorthin ist von Zwischenfällen geprägt. Im Kongo angekommen, geht Tim mit dem einheimischen Führer, dem schwarzen Jungen Coco, in einem Mietwagen auf Großwildjagd, erlegt einen Elefanten, dessen Stoßzähne er an sich nimmt.

Als ihnen der Wagen wenig später von einem weißen Dieb entwendet wird, können sie es zwar zurückbekommen, aber dem Dieb gelingt die Flucht. Mit Coco und Struppi besucht Tim ein Ureinwohnerdorf.

Der Weiße, der ihnen schon den Mietwagen gestohlen hatte, versucht immer wieder, Tim zu ermorden, wobei Tim unerklärlich ist, weshalb der Mann ihm nach dem Leben trachtet. Schließlich rettet ein Missionar Tim vor dem Mörder, doch auch in der Mission ist Tim vor dem hartnäckigen Verfolger nicht sicher. In einem letzten Kampf zwischen Tim und dem Attentäter fällt Letztere Krokodilen zum Opfer.

Erst aus dem Nachlass des Attentäters ergibt sich, dass er im Auftrag des amerikanischen Mafiabosses Al Capone Jagd auf Tim gemacht hat. Der Kongo ist bekannt für seine Diamantvorkommen. Capone kontrolliert eine Diamantschmugglerbande, um am Reichtum des Kongo zu verdienen. Er hatte den Verdacht, dass Investigativ-Journalist Tim gegen die Diamant-Mafia ermittelt und wollte ihn durch den Handlanger aus dem Weg räumen. Nun erst auf die Idee gebracht, nimmt Tim tatsächlich Ermittlungen auf und kann die Bande ausheben, die schließlich verhaftet wird.

Im Anschluss daran können Tim und Struppi den Urlaub doch noch genießen, aber sie geraten erneut in Gefahr, als sie vor eine in Panik fliehenden Büffelherde geraten. Sie werden von einem Flugzeug gerettet, mit dem sie nach Belgien zurückkehren und die nächste Reise nach Amerika planen.

Handelnde Personen

Hauptcharaktere

Nebencharaktere

Gastcharaktere

Anmerkungen

Hergé sah sich schon bald nach Erscheinen der ursprünglichen schwarz-weiß-Geschichte Kritik ausgesetzt, weil sie schon seinerzeit als rassistisch, kolonialistisch und gewaltverherrlichend betrachtet wurde. Für die kolorierte Version entfernte der Autor dann zwar die Hinweise auf Belgien und Belgisch-Kongo, die rassistische Darstellung der Einheimischen als naive, kindliche Wesen, der der Führung durch den "zivilisierten" Weißen bedürfen, blieben erhalten. In den Vereinigten Staaten und in Großbritannien durfte der Band erst 2005 erscheinen, als ihm ein erklärendes Vorwort vorangestellt wurde, das auf die Zeitumstände der Entstehungszeit hinweist.

In Deutschland erschien der Band erstmals 1976 - und zwar ohne das Vorwort, das nach Aussage des Carlsen-Verlages von den belgischen Rechteinhabern nicht genehmigt worden war. Die englischsprachige Vorwortversion ist nach dessen Angaben auch nur auf massiven öffentlichen Druck zustande gekommen, den es in Deutschland nicht gab[3].

Der Band wird inzwischen als rassistisch eingestuft und darf in einigen afrikanischen Staaten nicht verkauft werden.[4]


Einzelnachweise

  1. Inhaltlich von Wikipedia übernommen, aber umformuliert
  2. Ein Hinweis auf die belgische Kolonie Kongo gibt es nur in der ursprünglichen Fassung von 1930. Für die kolorierte Fassung entfernte Hergé alle Texte, die einen Rückschluss auf die Kolonie und auf Belgien überhaupt zuließen.
  3. Interview von Ralf Hutter mit Carlsen-Verantwortlichem Ralf Keiser vom 2. Februar 2013, Neues Deutschland
  4. Quelle: Wikipedia Tim und Struppi, Abschnitt Umfeld und Zeitgeist
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